Einen ganzen Ferientag verbrachten 20 Kinder und 6 Erwachsene damit einen großen Lehmkuppelbackofen und jeder für sich einen kleinen Lehmofen zu bauen. Für den großen Ofen wurde schon Wochen vorher ein Sockel als Unterbau betoniert und eine Dachkonstruktion errichtet, die den fertigen Ofen später vor Regen schützt. Als Fachmann stand uns Keramikbauer Pit Henche aus Kolbermoor zur Seite, der für uns auch riesige Mengen an Ton und Lehm besorgte. 

Aufwärmspiel: Zum Kennenlernen und zur Kontaktaufnahme spielten die Erwachsenen mit den Kindern die besonderen Eigenschaften von Lehm und Ton nach, indem sie sich an den Händen fassend mal ganz elastisch auseinander dehnten ,sich dann wieder wie stabil geformte Klumpen in verschieden große  Gruppen zusammenballten.  

Großer Ofen: Zunächst begannen die Männer und eine handvoll interessierte Buben maurertechnisch mit Schamottsteinen und Ton einen eiförmigen Gewölbebau für den großen Ofen zu errichten. In der Garage vermischten und kneteten währenddessen viele Kinderhände in großen Wannen den Ton mit Lehm und klein geschnittenem Stroh zu einem brauchbaren Ofenbaustoff. Beim großen Ofen wurde die gemauerte Kuppel mit mehreren Schichten Ton/Lehm/Stroh – Gemisch und reinem Ton verstrichen.

Kleine Lehmöfen: Daneben begannen die Kinder ihre kleinen Öfen zu bauen. Dafür wurden im Vorfeld für jedes Kind eine Platte aus Ytong hergerichtet und eine riesige Menge Weidenruten besorgt. Zunächst bohrten die Kinder rund herum Löcher in ihre Platte und begannen dann mit elastischen Weidenruten Bögen drauf zu stecken. Diese wurden dann noch mit dünnen Ruten quer verflochten, damit das Ganze stabil war. Vorne wurde ein Loch als Schüröffnung freigelassen. Spannend wurde es, wie dann Pit Henche den Kindern zeigte, wie man das Lehmgemisch in das Gewölbe einstreicht. Alle hatten einen riesigen Spaß beim „Lehmbatzen“ und doch erforderte es noch viel Fleiß bis die vielen Öfen fertig waren.

Verpflegung: Zwischendurch gab es mittags schon mal Leberkässemmeln zur Stärkung und am Nachmittag durften die Kinder, die fertig waren, mithelfen beim Äpfel schälen, kochen und zu Apfelmus durchpassieren. Am offenen Feuer wurden in einem großen Tiegel Riesenpfannkuchen gebraten, die dann in riesigen Mengen zusammen mit Apfelmus von den Kindern gegessen wurden.

Am Ende des erlebnisreichen Tages durften die Kinder noch zur Säuberung und Erfrischung im Schwimmteich baden.

Die kleinen Öfen transportierten die Kinder mit nach Hause. Sie mussten noch eine Woche trocknen, bevor man in ihnen Feuer machen konnte.

Zeit: 9.00 – 17.00 Uhr
Teilnehmer: ca. 20 Kinder (Alter 10- 14 Jahre), 6 Erwachsene
Material: viel Lehm und Ton, Stroh, viel Weidenruten, Ytongplatten (DIN A 3)
Werkzeug: Scheren, Messer, Säge, Gartenscheren, Mörtelrührgerät, Bohrma- schine, Maurerhammer, Schwamm ect.
Brotzeit und Getränke