Der Begriff war mir zwar schon einmal begegnet, aber beim diesjährigen Gartenseminar des Kreisverbandes Rosenheim in Stephanskirchen habe ich einen sehr interessanten Vortrag gesehen.

Zwei Unternehmer, der eine aus Bad Endorf (RO), der andere aus Warngau (MI), berichteten über ihre Erfahrungen in der ökologischen Produktion und dem Verkauf von regionalen Blumen.

Sie warnten vor dem globalen Markt für Schnittblumen, die in fernen Ländern (Südafrika, Kenia, Kolumbien usw.) angebaut werden, und vor dem massiven Einsatz von Pestiziden.

Als Alternative präsentierten sie ein lokales, nachhaltiges Produktionsmodell mit Vorteilen für die Ökosysteme. So entstand die Slowflowers-Bewegung, die ihren Ursprung in den USA hat, aber auch in Europa, einschließlich Deutschland, Anhänger hat (derzeit über 300 Mitglieder).

Diese neue Philosophie liegt in der DNA der neuen Kleinunternehmen. Sie bauen Blumen an, verkaufen Blumensträuße, bieten Workshops, Schnittblumen und andere persönlichere Dienstleistungen an.

Neben den praktischen und logistischen Aspekten des Aufbaus eines solchen Unternehmens wurden viele originelle und kreative Kombinationen von Blumen und natürlichen Materialien in Arrangements für die verschiedenen Jahreszeiten vorgeschlagen.

Niemand war gleichgültig gegenüber der Schönheit der Vorschläge oder der Vielzahl von Materialien, die in die Kompositionen integriert werden können. Alles kommt ins Spiel: Blumenzwiebeln, Knollen, Kräuter, Wildkräuter, Beikräuter, einjährige Blumen, Stauden, Gräser, Gehölz, auch Rinde von Bäumen und Moos.

Es ist ein Ansatz, der das Neue und Frische in der Natur, die uns umgibt, sieht und es mit Kunst und Sensibilität nutzt. Ganz im Sinne des Mottos des Gartenseminars: Zurück zur Natur.

GÄRTNEREI HUESE · JOLLING 14, 83093 BAD ENDORF, CHIEMGAU, BAYERN

NATURVERLIEBT · AM EINFANG 11, 83627 WARNGAU, MIESBACH, BAYERN

Bildnachweise: Alle Fotos stammen von Slowflowers-Bewegung Website oder den Websites der Mitglieder