Am Samstag, den 16.03. fand in Soyen der Rosen- und Sträucher-Schneidekurs bei Frau Monika Böklen und Anna Schneider statt. Der Kurs wurde fachlich von Zenta Zacherl angeleitet, die ein großes fundiertes Wissen über verschiedenste Gartenpflanzen hat. Im Garten von Monika Böklen hat sie die Gruppe bereits mit ihrem Mann erwartet, der Leitern und gutes Werkzeug dabei hatte. Der Garten umfasst eine Vielzahl an historischen Rosen und besonderen Raritäten, die nicht jeder sein Eigen nennen kann.

Zu beachten ist, dass an den historischen Rosen nur die alten und dürren Triebe herausgeschnitten werden, auch alte Hagebutten vom Winter werden entnommen. Um die großen langen Äste der Kletterrosen zu entnehmen, werden mehrere Schnitte gesetzt, so dass kleinere Stücke gut herauszunehmen sind.

Bei Schneiders konnte Zenta das Schneiden der Beetrosen (Polyantha, Edelrosen) zeigen, wie sie verjüngt werden und wieder in Form kommen. Dieser Schnitt sollte bei Beetrosen jedes Jahr gemacht werden, um ein Verkahlen zu vermeiden. Hier werden als erstes alle abgestorbenen sowie schwachen Triebe ausgeschnitten, die keinen befriedigenden Wuchs erwarten lassen. Dann werden die Triebe geschnitten, die entweder ins Innere des Strauches wachsen oder zu dicht stehen und sich gegenseitig kreuzen. Beim Schneiden ist stets darauf zu achten, dass die Schere gut funktioniert und kein Ausfransen der Schnittstelle entsteht. Die Schnitte sollen knapp, schräg und einen Zentimeter vom nächsten Auge sowie ablaufend, nicht zulaufend, gemacht werden. Beim Schneiden im Frühling sollten Beetrosen, die starkwüchsig sind auf etwa 6-8 Augen zurück, die schwächer wachsenden Rosen bis auf drei bis fünf Augen zurückgeschnitten werden.

Bei Sträuchern ist folgendes zu beachten: der Schnitt ist direkt an der Entstehungsstelle des zu entfernenden Astes oder Zweiges auszuführen, damit die Wunde bessere Chancen zur Heilung hat. Eher schlecht sind dagegen Zapfen/kurze Aststumpen, die weniger gut verheilen.

Außerdem ist bei Sträuchern ein Auslichten an der Basis und der Rückschnitt alter und nach unten hängender Triebe auf junge Sprossen wichtig. So entstehen neue blühfreudige Triebe und der Wuchscharakter bleibt erhalten. Bei einem Köpfen der Sträucher, entsteht ein unansehnlicher Besenwuchs und es kommt zur Verkahlung der Basis.

Leider hat uns das Wetter überrascht. Ein kräftiger Regenschauer hat den Schneidekurs zum Abbrechen gebracht, und wir konnten all das Wissen von Zenta nicht gänzlich auskosten. Wir alle hatten noch etliche Fragen, die sie vielleicht bei einem anderen Termin im nächsten Jahr erklären kann. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Zenta für die vielen Tipps und das großartige Wissen! Auch an Barthl ein herzliches Dankeschön für die hilfreiche Unterstützung!

Rosmarie Landstorfer