Wie in jedem Jahr organisiert der GBV Rieden-Soyen um die Zeit der Sommersonnenwende einen Gartenbesuch. Dieses Jahr war es am 20. Juni in Babensham-Landenham. Es handelt sich um einen zertifizierten Naturgarten, organisiert von Daniel Richter Kreisfachberater für Gartenkultur und Landespflege Rosenheim.
Das Gelände und die Bedingungen, die man vorfindet, erfordern natürlich, dass man sich anpasst und mit der Natur arbeitet. Der Boden war durch die frühere Arbeit schwerer Maschinen sehr kompakt und hart, die Humusschicht war kaum gegeben und die Pflanzenvielfalt war gering. Es gab große, etablierte Bäume. Der Plan bestand darin, den Boden Jahr für Jahr mit Humus und Kompost anzureichern, um der Natur die Möglichkeit zu geben, sich zu diversifizieren, ohne weitere Düngemittel und Gülle hinzuzufügen, weil ärmere Böden eine vielfältige Flora zulassen.
Der Besuch fand in fünf Bereichen statt.

Blumenwiese.
Auf der Blumenwiese wurde eine große Fläche eingesät, die 1-2 Mal im Jahr gemäht wird, um die Verjüngung und Ausbreitung der dort vorkommenden Arten zu sichern. Die Blumenwiese ist eine Weide für alle Arten von Insekten, die immer wieder Bereiche zum Mähen finden, während ein anderer Teil wächst. Diese Bewirtschaftung ist wichtig, um das ganze Jahr über Nahrung und Schutz zu erhalten.



Staudenbeet.
An den weißen Wänden wurden Gemüse wie Tomaten, Chilis, Paprika neben Wildblumen und Heilpflanzen – z.B. Mariendistel – angeordnet.
Die Stauden sind an den Wänden entlang angeordnet, die in der Nacht die gespeicherte Wärme erhalten. Unter Bäumen wurden Stauden und Sträucher gewählt, die robust sind und der Wurzelkonkurrenz gut überstehen. Sie sind nicht alle einheimisch, obwohl lokal angepassten Sorten der Vorzug gegeben wird.
Es wurde ein aktuelles Beispiel eines 6 Monate alten Staudenbeetes gezeigt, das eine gute Anpassung beweist, wenn die Auswahl der Pflanzen richtig ist.
Holz oder Ziegel sind einige der Materialien, die für Einfassung und Grenzen gegen Unkraut verwendet werden.











Tiere.
Auf einer Weide leben Hühner und Schafe freundschaftlich nebeneinander. Sie sind wichtig, weil sie zur Qualität des Komposts beitragen und die Vegetation unter Kontrolle halten, aber auch als Nahrungsquelle genutzt werden. Die Wolle der Schafe wird als Dünger verwendet. Neben dem Gras gibt es viele Brennessel und Wildpflanzen, die wichtig für Raupen und andere Insekten sind, sowie Steinhaufen, Totholz – Lebensräume für viele Tiere.


Kompostbereich.
Im Schatten und geschützt durch die Vegetation befindet sich ein riesiger Komposthaufen und weiteres Material (grün und braun), um weitere Haufen zu füttern. Der Kompost wird umgesetzt und ist nach 2 Jahren fertig.


Gemüsegarten.
Die Kulturen sind in Reihen angeordnet und die Kulturen von Sorten wie z.B. Kartoffeln sind beschriftet (praktisches Markierungssystem). Die gesamte Fläche ist von der Rasenfläche mit Rasenkanten abgetrennt, die Unkraut und Schnecken kontrollieren.
Ein Metallnetz als Erbsenkletterer trennt geordnete Reihen (Kartoffel, Möhre, Zwiebeln, Knoblauch, Erdbeeren, Kohl, Sellerie) von der frei wachsenden Zone für Kürbis, Zucchini usw.








Im Anschluss an diese Besichtigung setzte die Gruppe das gesellige Beisammensein und die Unterhaltung bei einem Grill-Essen fort.