Markhaltige Stängel — Stängelnester bauen aus Brombeere, Holunder, Distel, Königskerze, Heckenrose, Klette, Beifuß oder Karde
Es ist ein Missverständnis, dass man Wildbienen nur mit dem Insektenhotel helfen kann. Es ist eine der Möglichkeiten, aber nicht die einzige. Tatsächlich nisten die meisten Bienen in Erde, Sand, Lehmwänden und verrottendem Holz.
Heute stelle ich dir einen nützlichen Tipp vor, der sich leicht in unseren Gärten umsetzen lässt – ein Unterschlupf für Bienen aus Pflanzenstängeln.

Ich habe das Experiment in meinem Garten mit großem Erfolg durchgeführt. Von 21 Stängeln sind nur 8 noch nicht besetzt. Die Bienen haben die verfügbaren Stängel sofort entdeckt und besetzt. Soweit ich sehen konnte, wählten Wildbienen und Wespen diesen Unterschlupf.

Diese Insekten nutzen diese Strukturen, um ihre Eier abzulegen, und sie durchbohren selbst das zarte Mark der Pflanze. Es macht großen Spaß, sie beim Kommen und Gehen oder an der Tür ihres neuen Zuhauses zu beobachten.
Was wir brauchen
Niemand hat eine Ausrede, denn es handelt sich um natürliches Material, das im Herbst oder im Frühjahr verfügbar ist, wenn die Stängel der Stauden und Beeren geschnitten werden. Ich reserviere immer die besten Exemplare für diesen Unterschlupf.
- Pflanzenstängel (Köniskerze, Besenbeeren, Holunder) 50-60 cm lang
- Draht
Wie bauen wir
Standortwahl: relativ geschützt und ruhig, neben einem Zaun hilft, die Stämme zu sichern.
Sicherung der Stämme: mit Hilfe von Draht oder Papierdraht befestigt man die Stämme gegen eine Struktur (Staketen Zaun ist ideal), aber es kann auch ein Holzbrett sein. Es ist wichtig, dass die Stängel aufrecht stehen, 10 cm voneinander entfernt sind und die Spitze nicht den Boden berührt, um Fäulnis und Feuchtigkeitsaufnahme zu vermeiden.

Nahrung in der Nähe: Dieser Aspekt ist entscheidend und hängt mit der Standortwahl zusammen. In meinem Fall habe ich in 1-4 m Entfernung Königskerze, Alant, Nachtkerze, Ringelblume, Wilde Karde, Borretsch, Klatschmon, Apfelbaum, Efeu. Dies sind nur einige wenige Nahrungsquellen, aber es kann noch weitere geben, am besten heimische Stauden und Sträucher.
Probiert es in eurem Garten aus und haltet eure Kamera bereit. Im Null-Komma-Nichts werden die Stängel besetzt sein und ihr werdet euch freuen, diese Tiere zu sehen, die für einen lebendigen Garten so nützlich sind.

Mehr Info unter https://www.wildbiene.org
Sie empfehlen die Stängel an Zaun, aber nicht in der Nähe von Wildbienenhotel.